| Presto, Perfect Sound |
| Experimentalfilm | Farbe | 6'0'' | Niederlande / Belgien | 2006 |
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© Manon de Boer
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Der Film von Manon de Boer „Presto, Perfect Sound“ zeigt den Komponisten und Geiger George van Dam, der die Sonate „Presto“ von Béla Bartok spielt. De Boer hat George van Dam gefilmt und aufgenommen, wie er sechs Mal hintereinander das ganze Stück spielt. Mit dem Ziel, ein perfektes Tonband herzustellen, hat sie ihm die sechs Aufzeichnungen gegeben in ihn gebeten, das Stück von Bartok zu rekonstruieren, um daraus ein perfektes Klangobjekt zu machen. In der Folge hat De Boer das gefilmte Bild mit dem Tonband synchronisiert. Die Bildsprünge entsprechen so den Musikpausen. Indem sie der Audiosequenz erlaubt, das Bild auf dem Bildschirm zu beherrschen, invertiert De Boer die traditionelle Dominanz des Kinobildes über den Ton. Der Film reflektiert über das Verhältnis des Tons zum Bild. Er stellt eine intensive Reflexion über einen kreativen Konzentrationsmoment dar. Der von LUX und Frieze Projects zusammen mit Cartier bestellte Film wurde mit Unterstützung des Kunstrats England und des Kulturprogramms 2000 der Europäischen Union am 13. August 2006 im Studio 4 von Flagey in Brüssel aufgenommen.
Manon de Boer lebt und arbeitet in Brüssel. Sie hat Filme, Videos und Installationen realisiert. Sie hat ebenfalls zahlreiche Texte publiziert und unterrichtet am KASK. Sie ist Mitglied der Produktions- und Distributionsplattform Auguste Orts. Die Arbeiten von Manon de Boer setzen sich mit Portrait und Gedächtnis auseinander. Das Bild und die biographische Erzählung werden oft geteilt, um die Natur des Portraits – die des Dargestellten als auch die des Zuschauers – zu hinterfragen. Ihre jüngsten Ausstellungen umfassen u.a. „Don Quichotte“ am Witte de With in Rotterdam (2006), „Documentary Creations“ am Kunstmuseum in Luzern (2005) und „Nederland niet Nederland“ im Van Abbemuseum in Eindhoven (2004). Ihr Film „Sylvia Kristel“ (2003) wurde am Internationalen Filmfestival in Rotterdam gezeigt und hat 2004 den Georges de Beauregard Preis in Marseille erhalten. „Resonating Surface“ (2005) hat 2006 am Internationalen Dokumentarfilmfestival in Marseille den Marseille Espérance Preis sowie den Preis für den besten experimentellen Film am Kurzfilmfestival in Vila do Conte in Portugal erhalten.
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