| Lupinen löschen |
| Experimentalfilm | super8 | Farbe | 6'0'' | Deutschland | 2006 |
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© Sabine Schöbel
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Lupinen löschen zeigt gleichzeitig die Schönheit und den erschreckenden Charakter eines kleinen, doch keineswegs banalen Zwischenfalls. Rotweinflaschen fallen und zerbrechen in tausend Stücke. Sie machen riesige rote Flecken auf einem weißen Parkett. Das durch die Fenster hereinfallende Licht wird in ihnen reflektiert. Langsame Kamerafahrt nach hinten. Sie filmt den Boden, dann die Fenster. Sie filmt den Stuck auf der Decke, dann die Tapisserie und kehrt zum Parkett und den beiden Fenstern zurück. Plötzlich verschwinden die Flecken und kehren wieder, doch nicht mehr innen, sondern außen.
Dieses Werk widersetzt sich jeglicher klar definierten Interpretation. „Lupinen löschen“ wiederholt eine Erfahrung, die sich verführerisch ausdehnt. Der Film zeigt den Alltag, das Licht und die Bewegung. Er zeigt Bilder voller Bedeutungen, Schrecken und Unglück. Er bleibt außerhalb des „Spiels“ mit dem Schein, zwischen Erinnerung und Gedächtnis. Ein Werk, dessen Titel sich auf das Gedicht „Die gestundete Zeit“ von Ingeborg Bachmann bezieht.
Sabine Schöbel ist 1962 in Bayreuth in Deutschland geboren. Sie hat in Regensburg, Granada, Madrid, Frankfurt am Main und Potsdam studiert. Sie hat ihr Studium an der Universität Frankfurt mit einer Magisterarbeit zu Theater, Kino und Medien abgeschlossen. Sabine Schöbel arbeitet im Bereich der Architektur und des Designs, Bühnenbilds und der Filmkunst. Sie war Bühnenbildassistentin bei „Herr Lehman“ und hat 2003 das Bühnenbild und das Lichtdesign der Villa Tiedke in Potsdam und 2005 des Claudia Heser Hauses in Warmensteinach gestaltet. 2006 hat sie das Bühnenbild für „Die Überflüssigen“, einem ZDF-Fernsehspiel, kreiert und ihren ersten Film, „Lupinen löschen“, gedreht.
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