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Hanne DARBOVEN
dans le cadre de la carte blanche à Gelbe Musik Berlin - création sonore



Biographie




Née en 1941, à Munich (Allemagne). Vit et travaille à Hambourg (Allemagne).


Hanne Darboven was born in 1941 in Munich, Germany. Following a brief episode as a pianist, she studied painting at the Staatliche Hochschule für Bildende Künst in Hamburg. Between 1966 and 1969, she lived intermittently in New York City, after which she returned to her family home in Hamburg where she continues to live and work. Darboven has participated in numerous international exhibitions including Documentas 5, 6, and 7 in Kassel, and the 1982 Biennale of Venice. She also has had numerous one-person shows in Europe and North America, including major presentations at the Ydessa Hendeles Foundation, Toronto, in 1991, and in Hamburg and Eindhoven in 1992.
The 2,782 typed and hand-written daily writings or drawings that make up Leben, leben/Life, living represent Darboven’s systematic approach to counting the years 1900 to 1999. These drawings make visible two orders of time: the actual time taken to create them and the historical time that they summarize. Darboven asserts the presentness of time by marking its passage in a literal form that also takes up volumetric space when the writings are installed in a large gallery.
Hanne Darboven has exhibited extensively for over thirty years, participating in many important international exhibitions, including documenta 5 (1972), documenta 6 (1977), documenta 7 (1982), Kassel, and 40th Venice Biennale (1982). Her work has also been presented in such major survey shows as 1965-1975: Reconsidering the Object of Art, Museum of Contemporary Art, Los Angeles (1995); and Die Epoche der Moderne: Kunst im 20. Jahrhundert, Martin Gropius Bau, Berlin (1997). Darboven’s first solo exhibition with Leo Castelli Gallery, New York, was in 1973. Recent solo exhibitions include Hanne Darboven: Evolution Leibniz, 1986, Sprengel Museum Hannover (1996); Hanne Darboven: Kulturgeschichte, 1880-1983, Dia Center for the Arts, New York (1996-97); Hanne Darboven: Kinder dieser Welt, Staatsgalerie Stuttgart (1997); Stone of wisdom/ Stein der weisen 1996, Sperone Westwater, New York (1998); and Hanne Darboven: Menschen und Landschaften, Hallen für Neue Kunst, Schaffhausen (1999).

Education
- 1965 Hochschule für bildende Künste, Hamburg

Selected Further Reading 
- Hallen für Neue Kunst, Schaffhausen, Germany. Hanne Darboven: Menschen und Landschaften (1999). Exhibition catalogue.
- Dia Center for the Arts, New York. Hanne Darboven: Kulturgeschichte 1880-1983 (1996). Exhibition brochure, text by Lynne Cooke.
- Goethe-Institut, London, and Ostfildern, Germany. Hanne Darboven. Konstruiert, Literarisch, Musikalisch/ Constructed, Literary, Musical: The Sculpting of Time (1994). Exhibition catalogue, text by Ingrid Burgbacher-Krupka, including an interview with the artist.
- Deichtorhallen Hamburg, Germany. Hanne Darboven: Die Geflügelte Erde, Requiem (1991). Exhibition catalogue.
- Bruggen, Coosje van. “Today Crossed Out.” In Hanne Darboven: Urzeit/ Uhrzeit. New York: Rizzoli International Publications, Inc., 1990.

Bibliographie (sélection)
- Bordaz, Jean-Pierre. "Hanne Darboven-or the Dimension of Time and Culture." Parkett 10 (1986), pp. 104-111.
- Dickel, Hans. "Hanne Darboven, Bismarckzeit, 1978." Kunst + Unterricht, no. 121 (1988), pp. 52-54.
- Hanne Darboven: Primitive Zeit/Uhrzeit: Primitive Time/Clock Time. Philadelphia: Goldie Paley Gallery, Moore College of Art and Design, 1990.
- Lippard, Lucy. "Deep in Numbers." Artforum 12, no. 2 (October 1973),pp. 35-39.
- Pohlen, Annelie. "Hanne Darboven's Time: The Content of Consciousness." Artforum 21, no. 8 (April 1983), pp. 52-53.
- Van Bruggen, Coosje. "Today Crossed Out, an Introduction by Coosje van Bruggen to Today, a Project by Hanne Darboven." Artforum 26, no. 5 (January 1988), pp. 70-73.







Article


Uraufführungen von Hanne Darboven im Hamburger Bahnhof
Daß die Künste nicht mehr allein durch das Medium ihrer Realisation von einander abzugrenzen sind, ist eine dieses Jahrhundert bestimmende Erfahrung. Besonders seit sich serielles Komponieren und konzeptionelle Kunst in beider Form konstituierenden Zahlenkalkulationen trafen, finden sich Übersetzungsversuche zwischen visueller und akustischer Kunst allenthalben. Die Verknüpfung beider Medien liegt dabei auf der Ebene der Genese, nicht der Rezeption. Hör- und Sehsinn erwiesen sich als zu unterschiedlich strukturiert, als daß über einfache Formmerkmale hinausgehende synästhetische Wahrnehmungen zu erzielen wären.
Daher ist die Wahl des Verfahrens, mit dem eine Bildende Künstlerin wie Hanne Darboven ihre Zahlenkolonnen in Musik übersetzt, weniger eine logische als eine ästhetische Entscheidung. Darbovens Künstlerbücher sind handgeschriebene Konvolute, voll von langen Tabellen mit Aufzählungen von Kalenderdaten, Quersummenberechnungen oder Textzitaten. Die Zahlenreihen überträgt Darboven in eine dem Notensystem angelehnte Notation, wobei 1 dem Ton e, 2 dem Ton f und so fort bis zur Oktave 9 entspricht. "Neun Töne reichen mir, und zwar in weiß" beschrieb die Künstlerin einmal ihr klingendes Material als die weißen Tasten des Klaviers.
In diesem erschöpfte sich dann auch das Konzert mit Kompositionen Darbovens, mit dem das von Christian von Borries neu gegründete Orchester "Generation Berlin" die Reihe "Musikwerke Bildender Künstler" im Hamburger Bahnhof eröffnete. Die modale Anlage des Übersetzungsverfahrens führt zur Reduktion des harmonischen Materials auf die immer gleichen drei Dur- und drei Moll-Dreiklänge nebst einem verminderten, das Metrum verharrt im nur selten triolisch gebrochenen Viervierteltakt mit gelegentlichen Punktierungen und Trommelbaß-Repetitionen. Im hommophonen Satz werden in zäher Gleichförmigkeit Dreiklangsbrechungen und Tonleiterausschnitte abgespult, Stufendynamik unterstreicht die einfache, durch Generalpausen gegliederte Großform.
Darbovens Musik könnte als minimalistisch und konzeptionell überzeugen, würde nicht ihr musikalischer Mitarbeiter Friedrich Stoppa aus den visuellen Vorlagen nicht abzuleitende rhythmische Variationen, Triller und gar Terzparallelen (Streichquartett op.26, Uraufführung des Requiems für Orgel (und Instrumente), opp.19 und 20) hinzufügen. In den hier klangsinnlich uraufgeführten Symphonien für Kammerorchester opp. 38a und 38b (1991/93) verkommt so die herbe Struktur Darbovens vollends zur süßlichen barockisierenden Apotheose der Sequenz. (Volker Straebel 4.99)




Note - Über Opus 16 A.


Solokonzert für Kontrabass 1976. Für Keyboard konzipiert 1998. Keyboard gespielt von Elisabeth Suhst. Produktion von Torsten Lenk 1999. Cassette mit 9 CDs in einer Auflage von 75 und 10 h. c. numerierten und signierten Ex.AUSLIEFERUNG.
Meine Zahlensysteme sind numerische Konzepte, die nachden Gesetzen der Progression und / oder Reduktion arbeiten, in der Art eines musikalischen Themas mit Variationen. (Hanne Darboven) Seit 1967 arbeitet Hanne Darboven mit Zahlensystemen und Zeitmessung, etwa bei der Quersummenberechnung auf der Basis von Kalenderdaten. Mit dem Werk »Wende 80« führt Hanne Darboven ein Medium ein, das wie kaum ein anderes mit Zeitlichkeit arbeitet: Musik. Jeder Zahl wird eindeutig ein Ton zugeordnet. Nach diesem Prinzip setzt Hanne Darboven 1985 eine Arbeit von 1976 »60 Daten-Berechnungen 00-99, Varianten der Quersummen-Berechnung des Jahrhunderts (2K-61K)« in die Notenpartitur »Opus 61« um. Auf Wunsch der Künstlerin wurde die Komposition 1998 auf Keyboard eingespielt.











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